Ihr Spiritueller Wegbegleiter Wer bin ich Hochzeit Taufe Trauer & Abschied
   

Eltern haben einerseits das Bedürfnis
ihre Freude und Dankbarkeit über die
Geburt ihres Kindes den Menschen,
die ihnen wichtig sind, mitzuteilen, und wollen andererseits ihr Kind offiziell willkommen heißen...


Taufe - Konfessionsübergreifend

Ein Kind, das auf die Welt kommt, verführt seine Umgebung und insbesondere seine Eltern dazu, die Wirklichkeit mit neuen Augen wahrzunehmen. Das Kind ist für die Eltern etwas ganz Besonderes, etwas Einmaliges und unendlich vertraut.

Das alles drückt seit jeher die Feier der Namensgebung aus, die für Christen auch die zusätzliche Dimension der Taufe mit einbezieht. Diese zwei Dimensionen können miteinander kombiniert werden, müssen aber nicht.

Eltern haben einerseits das Bedürfnis ihre Freude und Dankbarkeit über die Geburt ihres Kindes den Menschen, die ihnen wichtig sind, mitzuteilen, und wollen andererseits ihr Kind offiziell willkommen heißen. Dieses zweifache Bedürfnis ist an sich Grund genug, ein schönes Fest zu gestalten und den Segen Gottes über den neuen Erdbewohner zu erbitten.

Als spiritueller Wegbegleiter habe ich im Laufe der Jahre Eltern auf beiden Wegen begleiten dürfen. Wenn auch die Mehrheit derer, die meine Hilfe in Anspruch genommen haben, eher die religiöse Taufe im Vordergrund haben wollten.

Auf alle Fälle lässt sich eine solche Unterscheidung am besten in einem persönlichen Gespräch klären, in denen sich die unterschiedlichen Erwartungen in aller Ruhe ausloten lassen.

Die christliche Tauffeier ist ein Konzentrat von all dem, was schon die Urkirche in ihrem Selbstverständnis zum Ausdruck bringen wollte. Es ist der Versuch die Bedeutung des Christ-Seins in einer zeichenhaften und symbolträchtigen Art und Weise zu skizzieren.

Die ausgedehnte Feier der Osternachtliturgie kann als Urmuster betrachtet werden. Genau im Sinne dieser Liturgie sollen folgende Zeichen und Symbole verstanden werden:


das Wasser
die Salbung
das Taufkleid
das Kreuzzeichen

die Taufkerze

WASSER ist das unverzichtbares Element, das Leben überhaupt ermöglicht, und ein Zeichen für die ernst gemeinte Zuwendung Gottes in Jesus von Nazareth, der sich selber als lebendiges Wasser bezeichnete.

Die SALBUNG soll nicht nur die Befähigung durch die Gaben der Natur (Öl bzw. Olivenöl) darstellen, um den unvermeidlichen Kampf des Lebens zu bestehen, sondern auch als dreifaches Zeichen für die wertvolle Auserwählung Gottes verstanden werden, nämlich die „prophetische, priesterliche und königliche Auserwählung“ (vgl. Petrusbrief).

Das TAUFKLEID macht sichtbar, dass der Täufling ein neues Bewusstsein angenommen hat, das auch äußerlich für alle wahrnehmbar sein soll. Früher wurde die Taufe im Erwachsenenalter und im Zusammenhang mit Firmung und Eucharestie in der Osternacht empfangen. Die Täuflinge trugen dieses weiße Kleid acht Tage lang bis zum Sonntag nach Ostern, der heute noch deswegen „Weißer Sonntag“ heißt.

Das KREUZZEICHEN auf der Stirn des Kindes soll einerseits die Zugehörigkeit zu einer großen Familie bezeugen - die Familie Christi nämlich -, andererseits soll es die Bejahung des Lebens in allen seinen Facetten zum Ausdruck bringen, selbst die dunklen und schweren Facetten - wie das Leid und den Tod.

Die TAUFKERZE steht wie ein Leuchtturm über dem ganzen Geschehen, das auch ein Zeichen des Lebens sein will. Das bewusste Anzünden der Taufkerze an der Osterkerze soll als ein Bekenntnis verstanden werden: Jeder Mensch, der sich in die Nachfolge Jesu begibt, ist wie er zum Zeichen gelebter Hoffnung geworden.


 
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